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Weibliche Unlust

weibliche Unlust - Gründe das sie nicht möchte

Wieso hat Sie auf einmal keine Lust mehr auf Sex?

Keine Frage, zu richtig gutem Sex gehören immer zwei. Aber mal ganz ehrlich, es gibt da ein paar Dinge, die uns Frauen die Lust auf Sex rauben können. Und das, obwohl Sex zu haben die natürlichste Sache der Welt ist – oder sein sollte. Und noch mehr: Ein erfülltes Sexleben ist wichtig und die Grundlage jeder Beziehung. Das gilt für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung und ist fast so bedeutsam wie finanzielle Sicherheit, gemeinsame Interessen und Kinder zu haben. Doch was verursacht die weibliche Unlust?

Ist sexuelle Unlust ein typisch weibliches Phänomen?

Klar, viele Männer beklagen, dass sie zu wenig Sex mit der Partnerin hätten. Aber immer mehr Frauen finden auch, dass ihnen die Lust auf Sex abhanden gekommen ist. Aber ist das schon krankhaft? Oder typisch weiblich? Entscheidend für die Antwort ist, ob die Frauen darunter leiden, keine Lust mehr zu empfinden. Dazu kommt, dass mit zunehmendem Alter es wahrscheinlicher wird, dass man weniger sexuelles Verlangen hat. Dass die anfängliche Leidenschaft mit der Zeit verblasst und damit die sexuelle Aktivität nachlässt, können die meisten langjährigen Paare bestätigen.

Auf den Punkt gebracht heißt das oft: Je länger die Beziehung, desto weniger Sex. Wie auch immer, Sex „passiert“ nicht zufällig und auch nicht irgendwie, sondern folgt alten Verhaltensmustern, die seit Jahrmillionen in unseren Gehirnen gespeichert sind. Eigentlich hat das Zusammenspiel der Hormone ja das Ziel, Mann und Frau zum Geschlechtsakt zu bringen, damit Nachwuchs entstehen kann. Sobald dieser dann da ist, lässt der Drang zur körperlichen Vereinigung bei manchen Paaren ganz einfach nach. Aber welche Gründe kann es sonst für sexuelle Unlust bei Frauen geben?

Grund Nr. 1: Zu wenig Schlaf

Schlafmangel führt zu Gewichtszunahme und allgemein zu geringerer Leistungsfähigkeit. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass er auch unschöne Auswirkungen auf das Liebesleben haben kann, denn zu wenig Erholung macht träge und auch lustlos. Bekommt man als Frau zu wenig Schlaf, vermindert sich die Libido und schlimmstenfalls auch die Orgasmusfähigkeit.

Grund Nr. 2: Zu viel Stress

Ebenso schädlich wie mangelnder Schlaf ist erhöhter Stress. Sie sind als Frau oft unterwegs und haben obendrein auch noch einen proppevollen Terminkalender abzuarbeiten? Dann ist es kein Wunder, wenn Sex auf der Liste der noch zu erledigenden Dinge für Sie ganz nach hinten rutscht. Für das gemeinsame Sex-Leben ist es gar nicht gut, wenn neben der Familie und den Freunden auch noch der Arbeitgeber an Ihnen herumzerrt. Planen Sie also genügend stressfreie Zeit mit dem Liebsten ein.

Grund Nr. 3: Alkohol

Wohl jeder weiß, welche Auswirkungen zu viel Alkohol auf das beste Stück des Mannes hat. Aber wissen Sie auch, dass sich Alkohol ähnlich negativ auf die weibliche Libido auswirkt? Zwar wirkt Alkohol einerseits enthemmend, bei einem Drink zu viel jedoch geht die Lust auf Sex ebenso rapide wieder zurück. Viele von uns Frauen wissen auch, dass ein Glas Wein zum Beispiel wie ein Beruhigungsmittel wirkt und recht schnell eine „einschläfernde“ Wirkung entfaltet – und damit eine ebensolche auch auf die Libido. Merke: In zu viel Alkohol geht die beste Libido „baden“.

weibliche Unlust durch Alkohol-Konsum
weibliche Unlust durch Alkohol-Konsum

Grund Nr. 4: Medikamente

Möglicherweise liegt Ihr Problem ja gar nicht im Bett, sondern im Medikamentenschränkchen! Manche Arzneimittel können regelrechte Lustkiller sein: Anti-Histaminika, Anti-Depressiva, Blutdrucksenker oder sogar die „Pille“ können sich negativ auf den Sexualtrieb auswirken. Schauen Sie doch einmal genau, nach ob Medikamente als Lustkiller die weibliche Unlust förden.

Grund Nr. 5: Selbstvertrauen

Bekommen Sie als Frau genügend Komplimente? Hat Ihr Partner Ihnen mal wieder einen ebenso süßen wie knackigen Popo bescheinigt? Besser wäre das, denn schlechtes Selbstwertgefühl kann jede Lust in den Ruin treiben. Die eigene Selbstwahrnehmung spielt für die sexuelle Lust der Frau eine ganz entscheidende Rolle. Eine Frau, die ihrem Körper gegenüber negativ eingestellt ist, wird das in der Regel auf ihr Liebesleben übertragen. Das tötet jedes Verlangen nach körperlicher Zweisamkeit.

Grund Nr. 6: Negative Gedanken

Ganz besonders mächtige Libidokiller sind negative Gedanken: „Ich müsste häufiger Lust auf Sex haben …“ – „Ich muss mit meinem Partner schlafen, wann immer er es möchte …“ – „Ich bin nicht gut genug für ihn im Bett …“ Diese Gedanken führen ganz einfach dazu, dass wir uns unter Druck gesetzt fühlen und dann geht gar nichts mehr, wenn wir uns dennoch zum Sex zwingen wollen.

Weibliche Unlust – Inwiefern wirkt der Partner darauf ein?

Neben den oben genannten Gründen gibt es noch die vielen kleinen und großen Dinge, die der Partner dazu beiträgt, damit „Frau“ einfach keine Lust mehr auf Sex hat, wie zum Beispiel:

  • Mangelnde Zärtlichkeit
  • Nörgeleien und Kritik im Alltag
  • Mangelnde Hygiene
  • Mangelnde Einfühlsamkeit und Romantik
  • Umdrehen Einschlafen direkt nach dem Sex
  • Sex als sportliche Höchstleistung
  • Routine
  • Vergleiche mit anderen Frauen oder schlimmstenfalls einer Ex
  • Phantasielosigkeit und Langeweile beim Sex
  • Techniken, die „Sie“ ablehnt
  • Der Wunsch nach Reizwäsche, in der „Sie“ sich unwohl fühlt
  • Forderung nach einer bestimmten Menge Sex pro Woche
  • Fremdgehen
  • Kleinliches Gekränktsein bei einem „Nein“

Was kann man also tun, damit es wieder klappt mit der Lust?

Hier gilt es zunächst einmal zu akzeptieren, dass es momentan ganz einfach so ist. Das ist kein Grund zum jammern und lamentieren, es ist lediglich der Hinweis, dass es Zeit ist nach den Ursachen zu suchen, weshalb die Lust auf Sex fehlt. Hier ist ein Gespräch mit dem Partner fällig, in dem Sie ganz offen darüber sprechen können, warum Sie keine Lust auf Sex haben und wie er Ihnen helfen kann, damit Sie wieder mehr Lust verspüren.

Rufen Sie sich auch in Erinnerung, wie Sie sich zu Beginn Ihrer Beziehung gefühlt haben. Wie sind Sie hier in Stimmung gekommen? Haben Sie sich vielleicht an einem romantischen Ort verabredet: Frisch geduscht mit einem aufregenden Parfum oder im schönsten Outfit, in sexy Dessous? Haben Sie sich nicht vorher in der Fantasie ausgemalt, wie der Partner Sie berührt, küsst, streichelt oder wie Sie ihn verführen wollen?

Weibliche Unlust entsteht häufig dadurch, das nicht mehr der Partner an erster Stelle steht, sondern die Alltagsprobleme überhand nehmen. Ein Partner, bzw. beide Seiten der Partnerschaft müssen sich bemühen für einander interessant zu bleiben.

Warum sollten Sie nicht ein wenig von diesem Zauber ins Heute zurückbringen? Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das gemeinsame Genießen von Nähe und sich Gutes tun. Nicht jedes sexuelle Beisammensein muss auch zwangsläufig zu einem Höhepunkt führen. Schließlich ist Ihr Körper keine Maschine. Immerhin haben Sie einen anstrengenden Arbeitstag mit Haushalt und Kindern hinter sich gebracht…