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Das Phänomen ” Mingle- Beziehung” entschlüsseln…

Singles auf Partnersuche zwischen Verbindlichkeit und unverbindlichem Beziehungsmodell

” Mingle- Beziehungen” sind ein Phänomen, das laut repräsentativer Umfragen insbesondere unter der Gruppe der 20- bis 49- Jährigen zunehmend Anhänger findet. Als unverbindliches Beziehungsmodell, das sich an der Maxime orientiert ” mal schauen, ob sich Jemand Besseres findet”, gehört die Konfrontation mit Mingles zum gegenwärtigen Alltag von Singles.

Markierten regelmäßige Treffen, der Austausch von Zärtlichkeiten und Intimität früher den Beginn einer klassischen Beziehung, ebnet dies aktuell häufig den Weg in eine ” Mingle- Beziehung”, die zartbesaitete Menschen auf Partnersuche mutmaßlich emotional verletzt und von unverbindlicher Nähe und Sex ohne jegliche Verpflichtung lebt. Das Mingle- Dasein ist in der Praxis ein Beziehungsmodell für Unentschlossene, die Verbindlichkeiten scheuen und sich tatsächlich nicht auf einen Partner festlegen lassen möchten. Anhand zahlreicher Indikatoren erkennen Singles, ob sie bereits unwissentlich Teil einer Mingle- Beziehung sind.

Der Begriff ” Mingle” geht auf eine Wortkreation des Hamburger Soziologen Peter Wippermann zurück, der die Wörter ” single” und ” mixed” kombinierte und zum Ausdruck ” Mingle” verschmelzen ließ. Diese Wortkreation dient als Bezeichnung, um einer der objektiv populärsten Trendbewegungen in der modernen Beziehungslandschaft einen konkreten Namen zu verleihen. Das Mingle- Dasein schlägt eine Brücke zwischen einer klassischen Beziehung und dem Single – Sein.

Mingles ahmen die Muster eines klassischen Beziehungsmodells weitgehend nach ohne sich in der Realität in einer verbindlichen Beziehung zu befinden. Trendforscher klassifizieren das Mingle- Beziehungsmodell als unverbindliche Halbbeziehung, die von dem Wunsch nach ganzheitlicher Freiheit dominiert ist. Demnach streben Mingles aktiv nach einer Zweierbeziehung, die gänzlich frei von Zwängen, Zusagen, Kompromissen und Verbindlichkeiten ist. Sie möchten das konventionelle Single- Dasein ablegen, sich aber nicht auf eine verbindliche Liebesbeziehung und ein gemeinsames Leben mit dem Gegenüber einlassen.

Auf der Suche nach unverbindlicher Intimität

Nach Aussage soziologischer Studien repräsentiert das Mingle- Beziehungsmodell explizit den aktuellen Zeitgeist, der von einer Fülle an Dating -Plattformen und Single- Portalen durchsetzt ist und ein vermeintliches Überangebot an potentiellen Traumpartnern eröffnet. Diese zahlreichen Optionen münden in Bindungsängste, da die Furcht vermeintlich hübschere und bessere Partner zu verpassen das Leben vieler Singles permanent überlagert. Mingles bezeichnen sich bewusst nicht als Paar. Tatsächlich verstehen sie ihr Gegenüber unterbewusst als vermeintlichen ” Lückenbüßer”, der ihnen den Alltag versüßt und das Ego mit Hilfe von regelmäßiger Selbstbestätigung aufpoliert.

Begegnet einer der Parteien einem Single mit dem er sich etwas Ernstes, Zukunftsfähiges vorstellen kann, wird der Mingle- Partner gnadenlos und ungezwungen abserviert. Da de facto keine klassische Beziehung zwischen beiden Mingles existiert, erfordert dieser Schritt nicht einmal ein Schlussmachen bzw. eine klärende Aussprache. Eine Mingle- Beziehung transportiert daher eine unverbindliche, lustbetonte Form der Liebe, die vermeintlich an keinen Alltagsfrust gekoppelt ist, sondern unendliche Möglichkeiten eröffnet. Bekennt sich der mutmaßliche Partner nie öffentlich zur vermeintlichen Freundin bzw. dem Freund, scheut Kompromisse, Verbindlichkeiten und Verpflichtungen, sind Singles tatsächlich Teil einer Mingle- Beziehung.

Nicht jeder ist zum Mingle geeignet…

Singles, die Streitigkeiten und Stress im Beziehungskontext vermeiden möchten und sich aktuell in einer beruflichen Selbstfindungsphase befinden, sind prädestiniert um ein zufriedenes Mingle- Dasein zu führen. Gleiches gilt für Singles, die auf der Suche nach dem individuellen Traumpartner keine Kompromisse eingehen möchten. Das Mingle- Beziehungsmodell geht mit keinerlei Sicherheit für die vermeintlichen Partner einher.

Wechselseitiges Vertrauen und Rücksichtnahme sind keine Grundelemente für Mingle- Paare. Menschen, die überdurchschnittlich eifersüchtig, verklärt romantisch sind oder ausschließlich nach ernsthaften Beziehungen streben, gelten als mingle- beziehungsunfähig. Demgegenüber sind Personen, die klar zwischen Sex und Emotionen trennen können ideale Kandidaten für das Mingle- Dasein. Um eine Mingle- Beziehung erfolgreich zu führen, müssen Kommunikation, Ehrlichkeit und das Vermeiden von Romantik oberste Priorität besitzen. Die Amateurcommunity hält Singles für jedes Beziehungsmodell bereit.

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