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Der perfekte Liebesbrief

Der perfekte Liebesbrief

Sag es mit Liebe, aber wie! So schreibt man den perfekten Liebesbrief

Es fehlen die Worte. Das ist besonders dann oftmals der Fall, wenn man gerade dann die richtigen Worte finden muss, wenn das Gegenüber jedes Wort in die Waagschale legt. Bei Liebesbriefen ist das der Fall. Kaum ein Schreiben kann mit einem Mal so viel Emotionen wecken, hervorrufen oder auch vernichten und eliminieren, wie der Liebesbrief.

Schon vor Jahrhunderten war der Liebesbrief die schönste und oftmals auch einzige Form, seiner oder seinem Liebsten seine Liebe zu gestehen. Die Wahl der Wort, der Ton und die Aufmachung eines Liebesbriefes entscheidet über Sieg oder Niederlage. Individuelle Liebesbriefe schreiben zu können, ist nicht einfach, aber dennoch möglich und mit ein wenig Übung gelingt auch das spielend. Der wichtigste Punkt eines Liebesbriefes ist: Er muss Wort für Wort beim Gegenüber auch wirklich gewinnend ankommen!

Liebesbriefe werden noch heute sehr gern gesehen und gelesen

Auch wenn im Zeitalter der Technik immer mehr in digitaler Form erledigt wird, kurze Nachrichten geschrieben werden, Fotos gesendet und sogar Gespräche digital festgehalten und gesendet werden. Der handschriftliche Liebesbrief ist nach wie vor noch immer etwas ganz besonderes und hat auch heute noch einen ganz hohen Stellenwert.

Vielleicht eben weil es ihn heute kaum noch gibt und weil sich die Menschen immer weniger Zeit nehmen, um ihre Gedanken und Gefühle auf ein Stück Papier zu bringen und an Traumpartner oder zukünftige Lebensgefährten zu senden. Doch wenn ein Liebesbrief ins Haus flattert, lässt er Zeile um Zeile, Wort für Wort, das Herz des Empfängers hüpfen und höher schlagen, Schmetterlinge im Bauch sind vorprogrammiert, garantiert.

Ernst gemeinte Romantik

Ein handgeschriebener Liebesbrief zeugt nicht nur von Eleganz und Größe. Er zeigt auch, dass man es wirklich ernst meint und sich wahre Liebe hinter denen eigenen Absichten verbirgt. So sollten auch die Worte, die man wählt ernst gemeint sein und dem Gegenüber auch vermitteln, dass dies nicht nur einfach ein paar daher-gesagte Sprüche sind.

Am besten fängt man mit Romantik an, die man im Kopf abspielen lässt. Sich gedanklich vorstellt, was man vielleicht selbst gerne hören und lesen würde. Das erleichtert den Beginn des Briefe, denn das ist bekanntlich der schwierigste Part eines Liebesbriefes. Romantik sollte aber nicht mit zu viel Umherschweifen in Prosa und Gedichten verglichen werden.

Auch sollte man es tunlichst lassen, etliche Gedichte und Reime Wort für Wort zu übernehmen und sogar ganze Absätze von ihnen im Liebesbrief unterbringen. Keine wirklich gute Idee und zeigt weder von Romantik, noch von Feingefühl. Sondern eher von Einfallslosigkeit und Faulheit. Weniger ist hier wirklich mehr.

Der erste Satz ist der Schwierigste

Wie soll man nur beginnen? Diese Frage stellen sich wirklich alle, die sich hinsetzen und einen Liebesbrief schreiben möchten. Vielleicht einfach nicht viel denken und das Herz sprechen lassen, dann kommt der erste Satz wie von selbst und der Rest fließt in der Regel ebenfalls von allein. Keine komplizierten Sätze bilden, keine Verschachtelungen, und nicht zu lange Sätze bilden.

Am Ende ist der oder die Angebetete so verwirrt, dass er sie dem Inhalt letztlich nicht mehr folgen kann. Besser sind kurze, treffende und prägnante Sätze. Sagen, was man fühlt und erzählen wie es sich anfühlt. Kummer, Schmerz und Sehnsucht. All das gehört in einen Liebesbrief. Vielleicht helfen hier auch ein paar tolle Liebessprüche als Anregungweiter.

Der perfekte Liebesbrief - Der erste Satz ist leider immer der schwerste
Der perfekte Liebesbrief – Der erste Satz ist leider immer der schwerste

Die Qual des Vermissens beschreiben, das man sich allein fühlt, wenn der oder die nicht in der Nähe ist. Die Sehnsucht beschreiben, das Gefühl der Sehnsucht und warum man so fühlt. Alle das ruhig in Worte fassen und schreiben. Denn das Gegenüber fühlt und denkt unter Umständen exakt genau so und kann sich sehr wohl in diese Gefühlslage hineinversetzen.

Nüchtern und individuell seine Liebe gestehen

Es kann auch vorkommen, dass man seine Liebe dem Gegenüber ganz überraschend gesteht. Hier ist es wichtig, dass man mit Vorsicht und Contenanc vorgeht. Direkt mit dem Hammer ins Fettnäpfchen treten ist nicht wirklich gut und unter Umständen war`s das auch mit dem Geständnis. Die Angebetete wird sich nicht mehr melden.

Ruhig mit dem Satz: “Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…” und dann erzählen, wie es dazu kam, dass man sich Hals über Kopf in diese Person verliebt hat. Manchmal lebt man unter Umständen schon etliche Jahre in guter Freundschaft zusammen, unternimmt viele Aktivitäten, hat Spaß zu zweit und plötzlich erkennt man, dass es mehr ist als nur Freundschaft, sondern tiefe Zuneigung und Liebe.

Ruhig alles erklären und die berühmten “W-Fragen” auf Anhieb beantworten. Warum, wieso, weshalb… Erklären ist auch gleichzeitig Aufklären, denn das Gegenüber weiß ja bis zu diesem Zeitpunkt nichts davon.

Lesbar schreiben macht Sinn

Mit einer fürchterlichen Klaue ist kein gut Briefe schreiben. Und erste recht nicht bei einem Liebesbrief. Wer sehr schnell, krakelig und unsauber schreibt, sollte sich Zeit und Muße nehmen, um einen wirklich lesbaren Brief aufzusetzen. Am besten vorher auf einigen leeren Blättern Papier üben, die Richtung, in der die Zeilen zeigen solle, wie fest oder sanft will ich schreiben, und welcher Stift, Kuli oder Füllfederhalter ist der beste? All diese Fragen sollten beantwortet sein, bevor es losgeht.

Einen Füller zu nutzen setzt dem handschriftlichen Liebesbrief noch eine ganz besondere persönliche Note auf. Romantik pur und Liebe pur, denn diese Zeilen sprühen nur so vor Romantik. Aber Vorsicht, einmal verschrieben gibt es kein zurück mehr, es sei denn, man hat einen Tintenkiller zur Hand. Die Schrift gibt zusätzlich auch Aufschlüsse über den Menschen. Ein geschultes Auge erkennt sehr schnell, wie der Gemütszustand des Schreibers ist, ist er nervös, unsicher oder hektisch und unsauber. All das lässt sich anhand einer Handschrift deuten.

Nicht zu viel über sich erzählen

Wer schon nach ein paar Zeilen eigentlich nur noch über sich, seinen Gesundheits- und/oder Gemütszustand spricht und schreibt. Sich nicht mehr auf das Wesentliche (Liebeserklärung) konzentriert und so weit ausschweift, dass der Leser am Ende gar nicht mehr weiß, worum es eingangs eigentlich ging, der hat eigentlich schon im Ansatz und direkt beim ersten Liebesbrief sich selbst ins Aus geschossen und verloren. Auch sollte man es nicht wagen, sich einen anonymen Schreiberling an Land zu ziehen, einen so genannten Ghostwriter, der Poesie und Romantik in diesem Brief vereint wie kein Zweiter.

Schnell ist man als Absender durchschaut, denn besonders Frauen haben einen Riecher für solche Texte, Sätze und Briefe. Sie sind eher gerührt von der Einfachheit des Schreibens, der klaren Worte und des Geständnisses. Und vor allem aber sind sie beeindruckt über die Tatsache, dass man sich wahrhaft die Mühe gemacht hat und einen Liebesbrief geschrieben hat. Sie werden diesen Brief nicht in den Papierkorb werfen, auch nach vielen Jahren und Jahrzehnten nicht. Er wird garantiert in irgendeiner Schatulle oder Schublade verborgen liegen und als Erinnerung in Ehren aufbewahrt werden.

Fazit

Wer sich an das Thema Liebesbrief heran-wagt, der sollte es auch wirklich ernst meinen und sich dem entsprechend Mühe geben. Außerdem benötigt man ein gewisses Feingefühl dafür, ob ein Liebesbrief in einer bestimmten Situation passend ist oder nicht. Wer einen Liebesbrief schreibt, der sollte sich zudem darüber im Klaren sein, dass er sich beim Schreiben möglicherweise in einem emotionalen Zustand befindet, der die eigene Ausdrucksweise ändert. Vielleicht hilft es, den Brief zunächst einmal wieder in die Schublade zu legen, mit etwas zeitlichem Abstand wieder herauszuholen und diesen dann ein erneutes Mal zu lesen, bevor man diesen schlussendlich verschickt.